Es war einmal ein Tanzbär, der
zog von Ort zu Ort, rief alle Bärenkinder zusammen und tanzte ihnen
vor. Dazu spielte er sich selbst mit der Fiedel auf. Er drehte und
wendete sich, wirbelte die Beine behände durch die Luft und zupfte
dabei mit flinken Fingern sein Instrument. Immer wenn er fertig getanzt
hatte, stellte er seinen Hut auf und machte eine tiefe Verbeugung. Die
Bärenkinder klatschten und trampelten vor Freude, und in den Hut
wanderten viele, viele Groschen, weil es allen so gut gefallen hatte.
Eines
Tages kam er an eine tiefe Stelle des Waldes, wo er noch nie gewesen
war und wo sonst nie ein Fremder hinkam. Die Bäume standen so dicht,
dass kein Sonnenstrahl sie durchdrang, und die Bärenkinder saßen
bedrückt unter den langen Ästen der Tannen in ihren feuchten Höhlen und
froren. Der Tanzbär begann seine Vorführung, und eines nach dem anderen
krochen sie hervor, wiegten sich zum Klang der Musik, klatschten erst
zögernd, dann immer schneller und ausgelassener den Rhythmus der sich
wirbelnder Tanzbeine mit, bis sie schließlich vor lauter Freude die
Kälte und Dunkelheit ihrer Behausung vergaßen und vom Klatschen
ins Schwitzen gerieten.
weiter
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